Assistive Technologien bereitet mit seiner Interdisziplinarität auf eine Ingenieurstätigkeit an der Schnittstelle zum Menschen vor. Die gebotene Vielfalt ermöglicht eigene Schwerpunkte zu bilden und sich in spezifischen Vorlesungen in Spezialthemen weiterzubilden. Zeitgleich finden viele Praktika statt, um die theoretischen Inhalte zu untermauern.

Zu einer soliden Ingenieursausbildung gehören die technischen und mathematischen Grundlagen, deren Schwerpunkt in den ersten drei Semestern liegt. Zusätzlich werden aber auch die medizinischen Einstiegsveranstaltungen gelehrt und die Basis für das wissenschaftliche Arbeiten gelegt. In den folgenden Semestern (3-5) erfolgt die fachspezifische Ausbildung mit den Schwerpunkten Assistenzsysteme, Robotik und Gebäudesystemtechnik. Ab dem vierten Semester müssen zusätzlich Wahlfächer belegt werden, die eine individuelle Schwerpunktsetzung ermöglichen. So können eher medizinische oder programmiertechnische Spezialveranstaltung hinzugenommen werden.

Ab dem dritten Semester bieten wir außerdem Exkursionen an, die uns zu in große Städten mit mit (medizin)-technischen Firmen und Forschungsinstitutionen oder an besondere Orte führen. Vergangene Ziele waren z.B. Wien, Berlin, Amsterdam und Kopenhagen. Spannende Projekte mit praktisch verwertbaren Ergebnissen sind Bestandteil des fünften und sechsten Semesters. Eine Auswahl besonders erfolgreicher Arbeiten finden Sie in unserem Blog. Für den erfolgreichen Bachelortitel ist abschließend im siebten Semester die wissenschaftliche Bachelor-Arbeit in Zusammenarbeit mit einer Firma oder wissenschaftlichen Einrichtung zu schreiben. Dieses kann z.B. im Automobilbereich (Volkswagen AG), in der Versorgung (Johanniter-Unfall-Hilfe) oder im Wissenschaftsbereich (Fraunhofer Gesellschaft) erfolgen.

Alle verfügbaren Module sind im Modulhandbuch des Studiengangs Assistive Technologien zu finden. Für Studierende, die vor dem Wintersemester 2015/16 das Studium begonnen haben, gilt noch das Modulhandbuch der Prüfungsordnung von 2009. Das Curriculum ist in vier Modularten gegliedert:

Pflichtmodule müssen ohne Wahlmöglichkeit von allen Studierenden belegt werden und bilden die Grundlage des Studiums.

Praktika sind ebenfalls verpflichtend und sind wesentlicher Bestandteil des Studiums, um praktische Erfahrungen im zukünftigen Berufsfeld zu sammeln.

Basis-Wahlpflichtmodule eröffnen den Studierenden erste Wahlmöglichkeiten, um sich zu spezialisieren. Das Angebot ist vielfältig und reicht von vertiefenden technischen Veranstaltungen ("Hard-Skills") bis zur Stärkung von sozialen Fähigkeiten ("Soft-Skills").

Vertiefungs-Wahlpflichtmodule sind schließlich thematisch sehr weit gefächerte Module die es ermöglichen, auch andere Fachrichtungen ins Studium einzubringen. Das Angebot umfasst auch viele Module aus dem Schwesternstudiengang Hörtechnik und Audiologie.

Sem. 5 LP 5 LP 5 LP 5 LP 5 LP 5 LP
1 Mathematik 1 Physikalische Grundlagen Wissenschaftliches Arbeiten Informatik 1 (Programmierung) Mensch-Maschine-Praktikum
2 Mathematik 2 E-Technik 1 Assistive Systeme 1 Informatik 2 (Algorithmen und Datenstrukturen) Physikpraktikum
3 Signal-verarbeitung 1 Anatomie und Physiologie E-Technik 2 Assistive Systeme 2 Basis-Wahlpflicht Praktikum Signalverarbeitung
4 Regelungs-technik 1 Funktionsdiag. in Medizin und Rehab. Studiendesign und Statistik Psychophysik Basis-Wahlpflicht Praktikum Mikroeletr. und Robotik
5 Ergonomie Rehabili-tationsmedizin Gebäudesystem-technik Vertiefung Basis-Wahlpflicht Entwurf Assist. Systeme 1
6 Vertiefung Vertiefung Vertiefung Vertiefung Basis-Wahlpflicht Entwurf Assist. Systeme 2
7 Praxisphase (18 LP) Bachelorarbeit (12 LP)

Sem. 5 LP 5 LP 5 LP 5 LP 5 LP 5 LP 5 LP
1 Einführungs­praktikum Mathematik 1 Mechanik Wissenschaftliches Arbeiten Informatik 1 (Programmierung) Anatomie und Physiologie
2 Physikpraktikum Mathematik 2 Schwingungen und Wellen Elektro­technik 1 Informatik 2 (Algorithmen und Daten­strukturen) Gerontologie
3 Grundlagen­praktikum Signal­verarbeitung 1 Physikalische Akustik Angewandte Physik Elektro­technik 2 Technisches Englisch Betriebs­wirtschafts­lehre
4 Fortgeschrittenen­praktikum Assistive Systeme 1 Signal­verarbeitung 2 Psychophysik 1 Studiendesign und Statistik Regelungstechnik und Robotik Vertiefung
5 Projekt­praktikum 1 Assistive Systeme 2 Sensorik und Aktorik Technische Gebäudeausrüstung Psychophysik 2 Marktanalyse und Wirkungsforschung Vertiefung
6 Projekt­praktikum 2 Barrierefreies Bauen und Wohnen Rehabilitative Medizin Recht und Qualitäts-management Vertiefung Vertiefung Vertiefung
7 Praxisphase (18 LP) Bachelorarbeit (12 LP)

Im kommenden Semester (WiSe 2016/2017) stehen für Studierende der Prüfungsordnung 2009 folgende Vertiefungs­wahlpflicht­module zur Wahl:

  • Rehabilitation
  • Studiotechnik 2
  • Akustische Messtechnik
  • Sensorik und Aktorik
  • Marktanalyse und Wirkungsforschung