Das Studium der Hörtechnik und Audiologie bereitet auf eine Ingenieurstätigkeit oder eine weiterführende wissenschaftliche Karriere mit Masterabschluss vor. Im Laufe des Studiums verschiebt sich der Schwerpunkt hin zu Vorlesungen mit Spezialthemen, und es können individuelle Vertiefungen gewählt werden. Zeitgleich finden viele Praktika statt, um die theoretischen Inhalte zu untermauern.

Zu einer soliden Ingenieurausbildung gehören die technischen und mathematischen Grundlagen, deren Schwerpunkt in den ersten drei Semestern liegt. Zusätzlich werden aber auch die medizinischen Einstiegsveranstaltungen gelehrt und die Basis für das wissenschaftliche Arbeiten gelegt. In den folgenden Semestern (3-5) erfolgt die fachspezifische Ausbildung mit den Schwerpunkten Akustik, Audiologie, Hörtechnik, Psychoakustik und Signalverarbeitung. Ab dem vierten Semester werden zusätzlich Wahlfächer belegt, die eine individuelle Schwerpunktsetzung ermöglichen. So können eher medizinische oder programmiertechnische Spezialveranstaltungen besucht werden.

Ab dem dritten Semester bieten wir außerdem Exkursionen an. Wir besuchen ausgewählte Orte, in denen technische oder audiologische Firmen ansässig sind. Ziele in der Vergangenheit waren z.B. Wien, Berlin, Amsterdam und Kopenhagen.

Spannende Projekte mit praktisch verwertbaren Ergebnissen sind Bestandteil des fünften und sechsten Semesters. Eine Auswahl besonders erfolgreicher Arbeiten finden Sie in unserem Blog. Für den erfolgreichen Bachelor-Titel ist abschließend im siebten Semester die wissenschaftliche Bachelor-Arbeit in Zusammenarbeit mit einer Firma oder einer wissenschaftlichen Einrichtung zu verfassen. Dieses kann unter anderem im Automobilbereich (z. B. Mercedes Benz, Bosch), in der Audiologie (z.B. Sivantos, Phonak) oder im Wissenschaftsbereich (z. B. Fraunhofer Gesellschaft, Physikalisch-Technische Bundesanstalt) erfolgen.

Pflichtmodule müssen ohne Wahlmöglichkeit von allen Studierenden belegt werden und bilden die Grundlage des Studiums. Dazu zählen auch praktische Module.

Wahlpflichtmodul des Kernbereichs eröffnen den Studierenden erste Wahlmöglichkeiten, um sich zu spezialisieren. Das Angebot ist vielfältig und reicht von vertiefenden technischen Veranstaltungen ("Hard-Skills") bis zur Stärkung von sozialen Fähigkeiten ("Soft-Skills"). Hier kommt außerdem das Prinzip "Sechs aus Sieben" zum Tragen: Von den angebotenen sieben Modulen müssen nur sechs auch als Prüfung abgelegt werden. Innerhalb der Basis-Wahlpflichtmodule ist daher die Prüfung in einem Modul optional, wenngleich Kenntnis der Inhalte in Folgesemestern aber vorausgesetzt wird.

Wahlpflichtmodul des Bereichs der freien Wahl sind schließlich thematisch sehr weit gefächerte Module die es ermöglichen, auch andere Fachrichtungen ins Studium einzubringen. Das Angebot umfasst auch viele Module aus dem Schwesternstudiengang Assistive Technologien.

Sem. 5 LP 5 LP 5 LP 5 LP 5 LP 5 LP 5 LP
1 Einführungs­praktikum Mathematik 1 Mechanik Wissenschaftliches Arbeiten Informatik 1 (Programmierung) Anatomie und Physiologie
2 Physikpraktikum Mathematik 2 Schwingungen und Wellen Elektro­technik 1 Informatik 2 (Algorithmen und Daten­strukturen) HNO 1
3 Grundlagen­praktikum Signal­verarbeitung 1 Physikalische Akustik Angewandte Physik Elektro­technik 2 Technisches Englisch Hörphysiologie und Diagnostik
4 Fortgeschrittenen­praktikum Grundlagen der Psychoakustik Signal­verarbeitung 2 Hörsysteme 1 Studiendesign und Statistik Technische und medizinische Akustik Vertiefung
5 Projekt­praktikum 1 Psychoakustik für Fortgeschrittene Audiotechnik Elektroakustik Hörsysteme 2 Betriebs­wirtschafts­lehre Vertiefung
6 Projekt­praktikum 2 Pädagogik und Psychologie HNO 2 Recht und Qualitäts-management Vertiefung Vertiefung Vertiefung
7 Praxisphase (18 LP) Bachelorarbeit (12 LP)

Im kommenden Semester (WiSe 2016/2017) stehen für Studierende der Prüfungsordnung 2009 folgende Vertiefungs­wahlpflicht­module zur Wahl:

  • Rehabilitation
  • Studiotechnik 2
  • Akustische Messtechnik
  • Sensorik und Aktorik
  • Marktanalyse und Wirkungsforschung