Abschlussarbeiten

Hier finden Sie die Abschlussarbeiten der Studierenden unserer Abteilung.

Entwicklung und Evaluation eines Systems zur akustischen Detektion von Schweinswalen
Hendrik Schoof

Bachelorarbeit im Studiengang Hörtechnik und Audiologie
Betreut durch Prof. Dr.-Ing. Matthias Blau und Dr. Michael Bellmann
Eingereicht am 9. Februar 2017

Beim Bau von Offshore-Windkraftanlagen werden durch Rammungen von Stahlfundamenten in den Meeresboden impulshafte Schallereignisse unter Wasser erzeugt, die marine Säugetiere, wie z.B. Schweinswale, physisch schädigen können. Schweinswale müssen daher durch Vergrämungsmaßnahmen vor Baubeginn aus der unmittelbaren Gefährdungszone vertrieben werden. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen wird mittels Schweinswal-Klickdetektoren überwacht. Die bisherigen Systeme können Schweinswale nicht eindeutig detektieren. Es ist daher ein alternatives Aufnahmesystem entwickelt worden, das unter Berücksichtigung der Klick-Charakteristik, die Schweinswale zur Echoortung benutzen, eine zuverlässigere Detektion ermöglichen soll. Da die überwiegend im Frequenzbereich zwischen 120 und 160 kHz erzeugten Klicks bei einer Aufzeichnung zu großen Datenmengen führen würden, transformiert das entwickelte System die Klicks in einen niederfrequenteren Bereich. Zusätzlich werden die Klicks für das menschliche Gehör wahrnehmbar. Das offshore-fähige System besteht aus einem Hydrophon, einem IQ-Mischer, einem Audiorekorder und einer eigenen Stromversorgung. Es verblieb bei einer Offshore-Erprobung über zwölf Stunden in der Nordsee und zeichnete dabei erste Schweinswal-Klicks auf. Aus den Aufnahmen konnten erste Erkenntnisse als Basis für eine automatisierte Detektion gewonnen werden.

During the construction of offshore windfarms, pile-driving creates impulsive underwater sounds, which can cause physical damage to marine mammals, e.g. harbour porpoises. Therefore, harbour porpoises have to be frightened away from the immediate hazard area by deterrent measures pior the start of construction. The effectiveness of these measures is monitored by harbour porpoise click detectors. The previous detector systems are not very reliable for detecting harbour porpoises. That is why an alternative detector has been developed, that takes the special click characteristic of harbour porpoises into account, which is used for echolocation and should enable a more reliable detection. Since the clicks, that are mainly generated in the frequency range between 120 and 160 kHz, would lead to large amounts of data during recording, the developed system transforms the clicks into a lower frequency range. In addition, the clicks become perceptible for the human hearing. It is ready to be used under offshore conditions and consists of a hydrophone, an IQ-mixer, an audio recorder and its own power supply. The system remained in the North Sea during an offshore test for over twelve hours and recorded first harbour porpoise clicks. The recorded clicks provide first insights as a basis for automated detection.

Verstärkung interauraler Merkmale zur Verbesserung des binauralen Hörens bei Cochlea-Implantat-Trägern
Kristin Isabel Bracklo

Bachelorarbeit im Studiengang Hörtechnik und Audiologie
Betreut durch Prof. Dr. lnga Holube und Dr. Wiebke Heeren
Eingereicht am 23. Januar 2017

Entwicklung und Evaluation des „Oldenburger Kinder-Satztests“ mit weiblicher Stimme
Jana Roßbach

Bachelorarbeit im Studiengang Hörtechnik und Audiologie
Betreut durch Prof. Dr. rer. nat. I. Holube und Dr. K. Wagener
Eingereicht am 18. Januar 2017

Für das alltägliche Leben ist das Verstehen von Sprache sehr wichtig. Um diese Fähigkeit auch bei Kindern zu überprüfen, gibt es bereits den Oldenburger Kinder- Satztest mit einer männlichen Stimme. Bei ausländischen Satztests werden hingegen Frauenstimmen verwendet. Umeinen international vergleichbaren deutschen Test zu erhalten, wurde der Oldenburger Kinder-Satztest im Rahmen dieser Arbeit mit einer Sprecherin entwickelt. Die durchgeführte Evaluation zeigte, dass die entwickelten Testlisten alle untereinander äquivalent sind. Zusätzlich konnten für den Einsatz im klinischen Alltag Referenzwerte für Erwachsene ermittelt werden. Diese betragen beim SRT -9,4 dBSNR und bei der Steigung 13,4 %/dB. Im nächsten Schritt wurden die Referenzwerte und der Trainingseffekt für Grundschulkinder bestimmt. Bei den Messungen zeigte sich, dass zu Messbeginn jeweils eine Testliste bei einem festen, gut hörbaren SNR und eine Testliste mit adaptiver Pegelsteuerung durchgeführt werden sollten, um den Trainingseffekt während den eigentlichen Messungen möglichst gering zu halten. Bei den Ergebnissen der Referenzwertbestimmung der Kinder gibt es im Störgeräusch keine Altersabhängigkeit, sodass die Referenzwerte über alle Kinder gemittelt werden konnten. Im Störgeräusch beträgt der SRT -7,6 dB SNR und die Steigung 9,0 %/dB. In Ruhe liegt der SRT für die Kinder der ersten bis dritten Klasse bei 23,7 dB SPL und für Kinder der vierten Klasse bei 20,9 dB SPL.

For daily live is understanding of speech very important. To check these ability of children the „Oldenburger Kinder-Satztest“ with male voice exists. However Sentence tests in outher countries use female voices. To have an international comparable german test the „Oldenburger Kinder-Satztest“ with female voice was developed in this bachelor thesis. Evaluation shows that the test lists are equivalent. Furthermore, reference values for adults could be determined. These are for SRT -9,4 dBSNR and for slope 13,4 %/dB. Next step was to identify learning effect and reference values for primary school pupils. For main measurements the subject should perform two test lists to reduce learning effects, the first one with fixed easily audible SNR and the second with adaptive level control. The measurements in noise do not show an age dependency so the results of all children can be averaged. In noise SRT is -7,6 dBSNR and slope is 9,0 %/dB. In quiet SRT of children between first and third class is 23,7 dB SPL and for fourth graders 20,9 dB SPL.

Lokalisation bei Cochlea-Implantat-Patienten am Mainzer-Kindertisch mit ERKI-Erweiterung in Abhängigkeit der Mikrofoneinstellung des Sprachprozessors
Julie Brandt

Bachelorarbeit im Studiengang Hörtechnik und Audiologie
Betreut durch Prof. Dr. med. K. Plotz und Dr. rer. medic. A. Knief
Eingereicht am 18. Januar 2017

Innerhalb dieser Bachelorarbeit wird untersucht, inwieweit sich die Lokalisationsfähigkeit im Frontalbereich durch gezielte Beeinflussung des Mikrofons bei Cochlea- Implantat-Patienten (CI-Patienten) verändert. Den jüngsten Forschungsergebnissen ist zu entnehmen, dass rechts-links-Lokalisationen mit CI möglich sind, jedoch Defizite im Frontalbereich bestehen. Beim Mainzer-Kindertisch mit Erweiterung des ERKI-Setups ist mit Hilfe der 37 Schallquellen (5 reale und 32 virtuelle) eine Winkelabfrage in 5°-Schritten im vorderen Halbkreis (90°) möglich. Alle teilnehmenden Probanden der Klinik für Phoniatrie und Pädaudiologie des Universitätsklinikums Münster verfügten über ein CP910 oder CP810 der Firma Cochlear. Die Probanden erhielten einen Klinik internen Sprachprozessor mit einem omnidirektionalen sowie einem fokussierten Programm. Die 34 Probanden (Median: 54,4 Jahre) unterteilten sich in 18 bimodal (CI und Hörgerät), neun monaural (kontralateral taub) sowie sieben binaural (beidseitige CI-Versorgung) versorgten Probandengruppen. Die statistische Auswertung zeigt, dass innerhalb der Probandengruppen bimodal keine signifikantenUnterschiede zwischen den Mikrofoneinstellungen bestehen. Hingegen wurden bei der monaural versorgten Probandengruppe signifikante Unterschiede zwischen den beiden Modi ermittelt. Die binaural versorgte Probandengruppe liegt mit p = 0,0691 nahe am Signifikanzniveau von p = 0,05. Es zeigt sich, dass Unterschiede zwischen den Mikrofoneinstellungen bestehen.

This bachelor thesis investigates how the change of the microphones affects the frontal area by cochlear-implant-patient (CI-patient). This topic based on the youngest knowledge, that a right-left-localization is possible, however a deficit at the frontal area. Because of the 37 sound sources (5 real and 32 virtual) by the “Mainzer- Kindertisch” with extension of the “ERKI-Setup” it is possible to get an angle-query by 5° of the frontal semicircle (90°). All probands of the clinic for phoniatrics and pediatric audiology of the university clinic in Muenster had a CP910 or CP810 of the company Cochlear. Every proband got a clinic internal speech processor with two programms, one with an omnidirectional and one zoom microphone-setting. The 34 probands (median: 54,4 years) got subdivided in three groups, the bimodal (CI and hearingaid), monaural (CI and deaf) and binaural (CI on both sides). The statistical evaluation showed that in the group of bimodal is no significant difference between the two microphone-mode. In contrast to the monaural group which shows a significant difference. The binaural proband-group shows with p = 0,0691 a close significance level to p = 0,05. So in conclusion there are differences between the two microphones.

Einfluss frisur- und designspezifischer Unterschiede auf Haargeräusche an Hörgeräten und Optimierung eines Haargeräuschsimulators
Armin Budnik

Bachelorarbeit im Studiengang Hörtechnik und Audiologie
Betreut durch Prof. Dr.-Ing. Matthias Blau und M. Sc. Simon Köhler
Eingereicht am 12. Januar 2017

Investigations into the vibro-acoustic behavior of hearing aid tubes
Nils Laurens Westhausen

Bachelorarbeit im Studiengang Hörtechnik und Audiologie
Betreut durch Prof. Dr. Ing. M. Blau und Dr. Ir. E. Kuipers
Eingereicht am 11. Januar 2017

Vibro-Akustische Untersuchung eines elektrisch verstellbaren Pkw-Sitzes
Jennifer Schmidt

Bachelorarbeit im Studiengang Hörtechnik und Audiologie
Betreut durch Prof. Dr.-Ing. Matthias Blau und Dr.-Ing. Dejan Arsić
Eingereicht am 22. Dezember 2016

Die Perspektive der Arbeitnehmervertretung in Bezug auf psychische Belastung in der flexibilisierten Arbeitswelt
Lena Stange

Masterarbeit im Studiengang Hörtechnik und Audiologie
Betreut durch Prof. Dr. Frauke Koppelin und Prof. Dr. Ines Behn-Künzel
Eingereicht am 20. Dezember 2016

Entwicklung eines aktivierenden Spiels für Kinder und Jugendliche auf einem mobilen Endgerät
Lorenz Anders

Bachelorarbeit im Studiengang Assistive Technologien
Betreut durch Prof. Dr. Ing. Melina Frenken und Kai Scherf
Eingereicht am 7. November 2016

Die vorliegende Bachelorarbeit behandelt die Thematik der Entwicklung eines aktivierenden Spiel für Kinder und Jugendliche auf einem mobilen Endgerät. Die steigende Anzahl übergewichtiger Kinder und Jugendlicher in Deutschland verlangt nach zeitgemäßen Präventionsmaßnahmen. Die Erhebung der Grundlagen und deren Proejktion auf bisherige Umsetzungen zeigt, dass ein solches Spiel hinlänglich seiner Anforderungen noch nicht existiert. Die Ergebnisse dieser Entwicklungsarbeit zeigen jedoch, dass bestimmte Spielelemente und Mechaniken hinsichtlich ihrer Funtkion weiter ausgearbeitet werden müssen, bevor eine anschlißende Evaluation mit der intendierten Zielgruppe angestrebt und umgesetzt werden kann.

This Bachelor Thesis covers the topic of developing an activating game for children and teens on a mobile device. The amount of overweight and obese children in Germany, requires appropriate methods of prevention. The inquiry of the essentials in preveting overweight and developing a serious game and it’s projection on former realisations show, that there is no actual game fullfilling these requirements. The conclusion of this development process indicates, that specific game-elements and mechanics need to be improved in their functions, before an evaluation can be done with the intendet group of potential users.

Comparison of time- and frequency-domain based pitch shifting algorithms for real-time application as guitar eect
Jannik Schneider

Bachelorarbeit im Studiengang Hörtechnik und Audiologie
Betreut durch Prof. Dr.-lng. Jörg Bitzer und Dipl.-Ing. Thomas Lieb, M.A.
Eingereicht am 1. September 2016

Aus diversen wiss. Publikationen geht hervor, dass bei der Implementierung von Pitch Shifting Algorithmen für musikalische Signale abgewogen werden muss, welche Art der Implementation verwendet werden soll. Zeitbereich basierte Algorithmen sind meist echtzeittauglich, verursachen jedoch früh hörbare Artefakte bei polyphonen Signalen, während Frequenzbereich basierte weitaus rechenintensiver, jedoch eher für polyphone Signale geeignet sind. Es stellt sich die Frage, ob mit der heutigen Prozessortechnik ein Frequenzbereich basierter Pitch Shifter in Echtzeit qualitativ bessere Ergebnisse erzielen kann, als ein Zeitbereich basierter. Es soll untersucht werden, ob die für die Echtzeitanwendung notwendigen Optimierungen zu keiner oder nur geringfügiger Qualit ätsverbesserung im Vergleich zum Zeitbereich basierten Ansatz führen. Um diese Ziele zu erreichen, wurden jeweils ein Zeit- und Frequenzbereich basierter in C++ implementiert und optimiert um Echtzeitfähigkeit zu gewährleisten. Beide Algorithmen wurden empirisch miteinander und verfügbaren, professionellen Studiogeräten mit beinhalteten Gitarren Pitch Shifting Effekten verglichen.

According to numerous scientific publications, for implementation of pitch shifting algorithms it is necessary to evaluate which kind of implementation should be preferred. time-domain based approaches are in most cases real-time compatible. Still they can introduce audible artifacts for polyphonic input signals. Frequency-domain based algorithms are computationally heavier but act better with polyphonic signals. This work deals with the question whether with today's processor technology a frequency-domain based pitch shifter leads to qualitative better results in real-time than a time-domain based approach. Furthermore, it was tested whether the necessary optimizations lead to no or just little qualitative improvements in comparison to the time-domain based approach. To obtain those goals, a time and a frequency-domain based algorithm have been implemented in C++ and were optimized to reach real-time capability. Both have been compared empirically to each other and some available professional hardware devices that include guitar pitch shifting effects.

Evaluierung eines Algorithmus zur objektiven Bewertung des tieffrequenten U¨ bertragungsverhaltens in Tonregier¨aumen
Florian Rohe

Bachelorarbeit im Studiengang Hörtechnik und Audiologie
Betreut durch Prof. Dr.-Ing. Matthias Blau und Dipl.-Ing. Markus Bertram
Eingereicht am 6. Juni 2016

Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit dem Evaluationsprozess eines Algorithmus zur objektiven Bewertung der akustischen Qualit¨at von Tonregieräumen, insbesondere des tieffrequenten Übertragungsverhaltens. Da die Beurteilung von raumakustischer Qualität heutzutage noch immer auf einer subjektiven Interpretation beruht, soll dieser Algorithmus einen auf gängigen Kriterien basierenden Bewertungs-Index schaffen. Die Bewertung der einzelnen Räume durch den Algorithmus soll mit Hilfe eines Hörtests validiert werden, der von den Teilnehmern in ihrem jeweiligen Regieraum durchgeführt wird. Dieser beinhaltet in 36 Durchgängen 9 Paare verschiedener Sinusfrequenzen, bei denen die Lautstärke des einen Tons an die vorgegebene Lautst¨arke des anderen Tons angepasst werden soll. Zusätzlich soll ein Fragebogen zum Einsatz kommen, welcher persönliche Daten über den Teilnehmer, als auch Informationen zu den geometrischen und technischen Gegebenheiten des Raumes erfasst. Ein Vergleich der Algorithmus-Bewertungen mit den jeweiligen vom Teilnehmer eingestellten Gesamtfehlersummen zeigte entgegen den Erwartungen keinen ersichtlichen Zusammenhang. In vielen schlecht bewerteten Räumen konnten geringe Fehlersummen erreicht werden, während die Fehlersummen in gut bewerteten Räumen oft ¨uberraschend hoch waren. Der Ausschluss verschiedener Stimuli-Konditionen zur Korrektur eventueller Ausreißer konnte ebenfalls nicht zu den erwünschten Ergebnissen führen. Weitere UÜberlegungen führten zu der Einsicht, dass die Anzahl der technischen und psychologischen Freiheitsgrade pro Teilnehmer während der Messungen und des Hörtests zu hoch war, um vergleichbare Ergebnisse erzielen zu können.

This Bachelor-Thesis deals with the evaluation-process of an algorithm for the objective rating of the acoustical quality of audio control rooms, especially the low frequency transmission behaviour. Since rating the quality of room acoustics is still based on subjective interpretation until today, this algorithm is supposed to create a rating-index that is based on commonly used criteria. The algorithms rating of the individual rooms is supposed to be validated by a hearing test, which is executed by the participants in their particular control room. That test includes 36 runs and 9 pairs of sinusoid-tones of different frequencies, where the volume of one tone is supposed to be adapted to the fixed volume of the other tone. Additionally, a questionnaire will be filled out by the participants in order to collect personal data about the participant, as well as information about the geometrical and technical conditions of the room. Contrary to expectations, a comparison between the algorithms ratings and the particular error amount, adjusted by the participants, showed no apparent correlation. In many poorly rated rooms, low error amounts could be reached while the error amounts in well rated rooms often were surprisingly high. The elimination of different stimuli-conditions in order to correct possible spikes, also did not lead to the desired results. Further considerations made clear, that there were just too many technical and psychological degrees of freedom for the participants during the measurements and the hearing test, than there should have been in order to achieve comparable results.

Bestimmung der elastischen Parameter poroelastischer Materialien und deren Einfluss auf die Schallabsorption
Max Blümer

Bachelorarbeit im Studiengang Hörtechnik und Audiologie
Betreut durch Prof. Dr.-Ing. Matthias Blau und Dr. rer. nat. Till Nowak
Eingereicht am 30. Mai 2016

In der Fahrzeugakustik ist der Einsatz poröser Absorptionsmaterialien aus Schaumstoffen geläufig. Sie dienen der nachträglichen akustischen Optimierung von Bauteilen im Sinne der Verhinderung der Schallausbreitung und Schallübertragung. Neben den materialspezifischen Absorptionseigenschaften sind den unterschiedlichen Schaummaterialien auch elastische Eigenschaften zuzuschreiben. Hierzu zählen neben der Elastiztität und der Querkontraktionszahl auch die innere Dämpfung. Die Bestimmung der Absorption geschieht meist mittels einer Impedanzrohrmessung. Für die Bestimmung der elastischen Parameter eignet sich die sogenannte quasistatische Messmethode. Zu einem vorhandenen quasistatischen Prüfstand wird ein Datenanalysetool entwickelt und programmiert, welches die automatisierte Auswertung und Bestimmung der elastischen Parameter ermöglicht. Anhand der somit ermittelten Parameter wird deren Einfluss auf die Schallabsorption mit Hilfe von akustischen Simulationen herausgestellt und mit Messungen unter realen Bedingungen verglichen.

The use of porous absorption materials in form of acoustical foams is a common approach to reduce noise in automotive engineering. Acoustic foams can be used e.g. for subsequent damping of critical components, to eliminate undesirable noise or for example to suppress the transmission of noise through seperated parts. Besides the specific acoustical properties of a material, there are also elastic properties. These are besides Poisson’s Ratio and Young’s Modulus also its internal damping properties. The determination of the absorption is usually done in a standing wave tube measurement. To determine the material’s elastic properties, the so called quasistatic method provides good results. To enable automatic analysis of measurements done with a quasi-static test rig, a data analysis tool will be developed. After the elastic properties are determined, their influence on sound absorption is going to be verified by performing acoustical simulations and comparing the results to real measurements.

Die Untersuchung der Techniknutzung älterer Personen unter Berücksichtigung von sensomotorischen und kognitiven Fähigkeiten
Annäus Wiltfang

Bachelorarbeit im Studiengang Assistive Technologien
Betreut durch Prof. Dr. Inga Holube und Prof. Dr. -Ing. Melina Frenken
Eingereicht am 2. Mai 2016

Das Ziel dieser Bachelorarbeit war es zu untersuchen, inwieweit die Techniknutzung mit sensorischen, motorischen und kognitiven Fähigkeiten von älteren Menschen zusammen-hängt. Zur Umsetzung dieser Aufgabe wurde eine Studie mit 28 Probanden durchgeführt. Es wurden Messungen zu den vermutlich technikrelevanten sensorischen, motorischen und kognitiven Fähigkeiten arrangiert. Dazu gehörten Messungen der Sehschärfe, des Hörvermögens, des Tastsinns, der Feinmotorik sowie der geteilten/fokussierten Auf-merksamkeit und des Arbeitsgedächtnisses. Weiterhin wurde die Techniknutzung der Probanden mithilfe eines selbst erstellten Fragebogens ermittelt, um diese mit den gemes-senen Fähigkeiten auf Zusammenhänge überprüfen zu können. Nachweisbare Zusam-menhänge konnten hauptsächlich zwischen der Techniknutzung und dem Arbeitsge-dächtnis sowie dem Visus belegt werden.

The aim of this thesis was to investigate the relationship between the technology usage and sensory, motor and cognitive abilities of elderly. 28 subjects participated in the study including measurements to presumably technology relevant sensory, motor and cognitive abilities. Measurements of visual acuity, hearing, sense of touch, fine motor skills, split/focused attention and working memory skills were conducted. Furthermore the use of technology of the subjects was determined by using a self-created questionnaire. Cor-relations between the answers in the questionnaire and the ability outcomes were calcu-lated. Significant correlations of the technology usage mainly occur with working memory skills and visual acuity.

Entwicklung und Evaluation eines Temperatursensorsystems für das Kochassistenzsystem CooCo.
Janis Kröger

Bachelorarbeit im Studiengang Assistive Technologien
Betreut durch Prof. Dr.-Ing. Frank Wallhoff und Dr.-Ing Insa Wolf
Eingereicht am 22. Februar 2016

In dieser Bachelorarbeit wird das Thema Infrarotmessung und die Entwicklung und Evaluation eines Temperatursensorsystems für den Kochassistenten CooCo mithilfe dieser Messtechnik bearbeitet. Dabei wird die Messtechnik Infrarot beschrieben und sowohl Vor- als auch Nachteile aufgeführt. Es werden alle benötigten Begriffe erklärt, die für das Verständis einer Infrarotmessung notwendig sind. Es werden sowohl gängige Systeme zur Temperaturbestimmung als auch bestehende Lösungen von Kochassistenten, die mithilfe von Temperaturbestimmung arbeiten, aufgezeigt. Des Weiteren wird das Konzept und eine eigene Lösung zur Umsetzung eines Temperatursensorsystems mit einem Infrarotsensor für den Kochassistenten CooCo vorgestellt. Dabei wird das Programm selbst als auch drei verschiedene Messvarianten erklärt. Die Ergebnisse der Messvarianten werden dargestellt und diskutiert. Das Temperatursensorsystem wird abschließend im jetzigen Zustand bezüglich der Anbindung an den Kochassistenten CooCo bewertet.

In this thesis, the topic infrared measurement and the development and evaluation of a temperature sensor system that is using this measurement technique, for the cook assistant Cooco worked out. The measurement technique infrared is described and listed both advantages and disadvantages. There are all required terms explained, which are necessary in order to comprehend an infrared measurement. It will presented existing systems for determining the temperature as well as existing solutions of cooking assistants, who determine the temperature. Furthermore will presended the concept and own solution of a temperature sensor system with an infrared sensor for the cook assistant Cooco. The program itself as well as three different measuring versions is explained. The results of measuring variants are presented and discussed. The temperature sensor system will finally in its current state evaluated with respect to the connection to the cooking assistant Cooco.

Bedarfsanalyse und prototypische Realisierung eines intelligenten Zahnputzbechers zur Identifikation von Routinehandlungen der Aktivitäten des täglichen Lebens.
Paolo Barre

Bachelorarbeit im Studiengang Assistive Technologien
Betreut durch Prof. Dr.-Ing. Frank Wallhoff und B.Eng. Simon Timmermanns
Eingereicht am 22. Februar 2016

Im Jahr 2015 wurde das Projekt „Perlen“ (Persönliche Lebensdokumentation für Menschen mit Demenz und Pflegepersonen) unter der Koordination der Johanniter-Unfall- Hilfe e.V. sowie fünf weiteren Projektpartnern gestartet. Bei dem Projekt wird unter anderem ein Dokumentationssystem entwickelt, welches den Alltag bzw. Routinehandlungen der Patienten erfasst, dokumentiert und die Informationen für die Betroffenen und das Pflegepersonal bedarfsgerecht aufbereitet. Aus diesem Projekt hat sich das Thema der vorliegenden Bachelorarbeit entwickelt. Das Ziel der Bachelorarbeit ist die Durchführung einer Bedarfsanalyse und die prototypische Realisierung eines intelligenten Zahnputzbechers zur Identifikation von Routinehandlungen der Aktivitäten des täglichen Lebens. Während der Bedarfsanalyse wurden verschiedene Einrichtungen besucht, das Projektvorhaben präsentiert und anschließend ein Fragebon ausgeteilt. Die Auswertung hat ergeben, dass das Projektvorhaben positive Kritik erhalten hat. Innerhalb der Praxisphase konnten zwei Versionen des Prototypen angefertigt werden. Der erste Prototyp vereint die Funktionen, die bei der Bedarfsanalyse für sinnvoll erachtet worden sind (Messen und Speichern der Wassertemperatur, der Benutzungsdauer, der Füllmenge und der Anzahl der Befüllungen sowie dem haptischen Feedback nach einer bestimmten Füllgrenze). Der zweite Prototyp besitzt neben den grundlegenden Funktionen beispielsweise eine Datenübertragung per Bluetooth und ein Gehäuse welches mit einem 3D-Drucker angefertigt wurde.

In 2015 the project „Perlen“ (Persönliche Lebensdokumentation für Menschen mit Demenz und Pflegepersonen) was started under the coordination of the Johanniter-Unfall- Hilfe e.V. together with five other project partners. A further objective of this project is to develop a documentation-system to gather information about the everyday life respectively the daily routine of a patient and to adequately edit this information for the patient and the care attendants. During the demand analysis different facilities were visited, the project plan presented and a questionnaire was distributed afterwards. The evaluation revealed that the project proposal received positive reviews. Two versions of the prototype were constructed within the practical phase. The first prototype combines the functions, which have been considered useful in the demand analysis (measuring and storing of the water temperature, operating life, filling quantity, number of refills and the haptic feedback concerning a particular filling limit). In addition to the basic functions, the second prototype also has a data transmission via Bluetooth as well as a case made with a 3D printer.