Forschungsverbund: Flexible Dienstleistungsarbeit gesundheits-förderlich gestalten FlexiGesA

Symbolbild Gesundheit im Job

Interaktive Dienstleistungsarbeit ist mit hohen Flexibilitätsanforderungen verbunden. Diese können psychische Gesundheitsrisiken bedingen, wenn sie nicht durch gesundheits-förderliche Ressourcen bewältigt werden können. Bislang fehlen tragfähige Gestaltungskonzepte, die diese Flexibilitätsanforderungen gerade für KMU angehen. Es wird ein Konzept zur gesundheitsförderlichen Gestaltung flexibler Interaktionsarbeit entwickelt, erprobt, evaluiert und regional verankert.

Das Verbundprojekt fokussiert die gesundheitsförderliche Gestaltung flexibler Interaktionsarbeit im Dienstleistungsbereich am Beispiel der IT-Services als männlich dominierte Branche und der ambulanten Dienste (ambulante Pflege und hauswirtschaftliche Dienste) als weiblich dominierte Branche. Arbeitsunfähigkeitszeiten infolge psychischer Störungen haben im Sozial- und Gesundheitsbereich, aber auch bei den IT-Services eine hohe Relevanz. Es besteht ein Defizit an gesundheitsbezogenen Interventionskonzepten zur Reduzierung psychischer Gesundheitsrisiken und zur Ressourcenentwicklung bei flexibler Interaktionsarbeit vor allem in KMU, auch hinsichtlich flexibler Erwerbsformen.

Der Verbund soll partizipativ und gendersensibel integrierte verhaltens- und verhältnis-orientierte Interventionen zur Reduzierung psychischer Gesundheitsrisiken mit Konzepten zur Stärkung der personalen, sozialen und organisationalen Gesundheitsressourcen bei flexibler Interaktionsarbeit verknüpfen. Das zentrale Ziel ist die Identifizierung von gesundheitlichen Ressourcen, Belastungen sowie individuellen/kollektiven Bewältigungsmustern bei Beschäftigten/Führungskräften in der flexiblen interaktiven Dienstleistungsarbeit.

Zudem wird mit einer in der Metropolregion Nordwest durchgeführten Befragung unter ambulanten Pflegediensten, IT-Unternehmen und anderen relevanten Akteuren die derzeitige Situation erhoben und ausgewertet.

Veröffentlichungen