Hören im Alltag Oldenburg HALLO

Die Hörrehabilitation ist ein multidisziplinärer Prozess. Er wird zu einem beträchtlichen Teil durch Verordnungen, Richt- und Leitlinien gesteuert und durch medizinisch-naturwissenschaftliche Erkenntnisse und technologische Innovationen angetrieben. Die Erwartung einer ganzheitlichen Betrachtung von Schwerhörigkeit, die zuletzt in der Auseinandersetzung mit dem biopsychosozialen Modell der International Classification of Disease (ICF) aufgegriffen wurde, setzte gleichfalls einen Impuls und beförderte den wissenschaftlichen Diskurs, wie Aktivitätspotentiale und soziale Teilhabe in der Hörrehabilitation besser zu berücksichtigen sind. Dies verlangt eine genaue Kenntnis des Höralltags und damit zunächst geeignete Methoden, um das Hören im Alltag – aus verschiedenen Perspektiven, in mehreren Dimensionen, bei Normal- und Schwerhörigkeit – zu beschreiben und zu beurteilen. Hier setzte der Forschungsschwerpunkt HALLO an. In 15 Teilprojekten wurden folgende Themenkomplexe bearbeitet.

Erfassung des Höralltags und Modellierung prototypischer Situationen

Höranstrengung als neue Messgröße

Hörbasierte Lebensqualität, Kommunikationsfähigkeit und –wahrnehmung

Klinische versus bevölkerungsbasierte Datenbasis