Hören im Alltag Oldenburg HALLO

Verminderte Hörfähigkeit führt zu schlechterem Sprachverstehen insbesondere bei Hintergrundgeräuschen. Hörtests zum Sprachverstehen im Störgeräusch zählen deshalb zum Kernbestand der audiologischen Diagnostik. Besonders gering- und mittelgradig Schwerhörende berichten häufig nicht nur von ihren Schwierigkeiten andere Sprecher zu verstehen, sondern auch von der großen Anstrengung, die ihnen das Zuhören im Alltag abverlangt.

Bislang gibt es kein Maß und keine Messverfahren, um die Beanspruchung in alltäglichen Hörsituationen zu messen. Genau dies ist das Ziel, das in drei Projektschritten erreicht werden soll: Die Entwicklung und Evaluation von Messgrößen und -verfahren, die eine Quantifizierung der Hörbeanspruchung in der Diagnostik und bei der Anpassung von Hörsystemen ermöglichen. Bitte nutzen Sie die Navigation, um mehr über die Teilprojekte zu erfahren oder sehen Sie einen Überlick der Unterprojekte im Poster.

1. Projektschritt: Analyse

Lebenswelt und Kommunikationsstrategien altersschwerhöriger Menschen

Mit Fragebögen und strukturierten Interviews mit Schwerhörenden und deren Angehörigen werden die hörbasierte Lebensqualität und Coping-Strategien untersucht. Mehr erfahren

Alltagsrelevante Hörsituationen

Mit einem speziellen Aufnahme- und Analysesystem wird von schwerhörenden Probanden eine Art Kataster alltäglicher Hörsituationen erstellt, das akustische Kenngrößen und subjektive Bewertungen verbindet. Mehr erfahren

Prototypen alltäglicher Hörsituationen

Ausgewählte Hörsituationen werden nachgestellt und in Mehrkanaltechnik aufgezeichnet, um eine Tonsignal-Bibliothek für Höruntersuchungen im Wellenfeld-Synthese-System aufzubauen. Noch ausstehend

2. Projektschritt: Synthese

Implementierung prototypischer Hörsituationen im Schalllabor

Aus den mehrkanaligen Tonaufnahmen werden charakteristische Schallwelten im Wellenfeldsynthese-system wirklichkeitsgetreu nachgebildet. Noch ausstehend

Sprachverstehen und subjektive Bewertung

Im Wellenfeldsynthesesystem wird die Sprachverstandlichkeit und die subjektive Bewertung in prototypischen Hörsituationen durch Probandenstudien systematisch untersucht. Mehr erfahren

Biosignale als Korrelate für Hörbeanspruchung

Zeitgleich mit den Hörtests im Schalllabor werden Biosignale wie Hautleitwert, Herzrate und EMG als mögliche Korrelate für unterschiedliche Hörbeanspruchung aufgezeichnet und analysiert. Mehr erfahren

Erfassung von Kopfbewegungen

Während der Hörtests werden die Kopfbewegungen der Probanden mit einem optischen Trackingverfahren erfasst, typisiert und deren Assoziationen zu anderen Messgrößen untersucht. Mehr erfahren

3. Projektschritt: Applikation

Auswertung von Datenbasen

Datenbasen zum Hörvermögen und zur Sprachverständlichkeit werden ausgewertet. Mehr erfahren

Hörbasierte Lebensqualität

In diesem Teilprojekt werden Fragebogentools zur hörbasierten Lebensqualität entwickelt und evaluiert, die für den Einsatz im klinischen Alltag geeignet sind. Mehr erfahren

Schallfeldszenarien

Vergleich des Wellenfeld-Synthese-Systems mit reduzierten Schallfeldszenarien. Mehr erfahren

Anwendung der Testverfahren

Die im Projektschritt „Synthese“ identifizierten subjektiven und objektiven Messgrößen zur Höranstrengung werden auf ihre Anwendbarkeit hin untersucht. Noch ausstehend