Ermittlung des Hörstatus der Bevölkerung anhand einer repräsentativen Erhebung im Weser-Ems-Gebiet HÖRSTAT

HÖRSTAT war eine bevölkerungsbasierte Studie, in der Höruntersuchungen und Befragungen bei 1903 Personen im Alter von 18-97 Jahren durchgeführt wurden. Die Studienteilnehmer_innen waren durch die Ziehung von Zufallsstichproben aus den Melderegistern Oldenburg und Emden bestimmt worden. Mit HÖRSTAT konnte erstmals die Prävalenz von Schwerhörigkeit in Deutschland konform mit internationalen Klassifikationen abgeschätzt werden. Nach dem Kriterium der Weltgesundheitsorganisation sind ca. 16% der Erwachsenen hierzulande von Schwerhörigkeit betroffen. Die Daten wurden umfassend ausgewertet und die Ergebnisse in nationalen wie internationalen Fachjournalen publiziert.

HÖRSTAT besitzt eine nachhaltige Wirkung. Die Studienergebnisse wurden für die Überarbeitung der internationalen Norm ISO 7029 herangezogen. Diese Norm beschreibt die Abnahme des Tonhörvermögens nach Alter und Geschlecht otologisch normaler Personen und ist damit eine maßgebliche Referenz für die Bewertung gehörschädigender Lärmexposition.


Hoerstat.png